Winter 2019 – Frühjahr 2020, nochmal nach Spanien und Portugal Teil I

Von Zuhause bis nach Spanien

Weils im Frühjahr so schön war, machen wir uns nach Weihnachten wieder auf den Weg. Wenn alles so bleibt, wie geplant, kommen wir ca. Mitte April wieder zuhause an.

27.12.2019 Hagen – Trier (242 km)

Abfahrt um 10.30 Uhr, nach entspannter und staufreier Fahrt Ankunft in Trier ca. 16.00 Uhr. Der Stellplatz liegt direkt an der Mosel, hat ca. 100 Stellplätze, ist aber nicht voll belegt. Hinter dem Stellplatz gastiert ein Zirkus.

Wir laufen zunächst erst einmal ca. 3 km in die Innenstadt, Sunny und wir brauchen Bewegung.
Wir stocken unsere Vorräte ein wenig auf und ich bekomme eine neue Geldbörse, da die alte ein wenig auseinander fällt.

28.12.2010 Trier – Beaune (über Luxemburg) (420 km)

Wir können nicht klagen, die Nacht war ruhig, erst am Morgen, als wir schon auf den Beinen sind, beginnen die Moselschiffe wieder zu tuckern. Und 10,70€ sind dann auch in Ordnung.

Heute geht es weiter, zunächst nach Luxemburg, wo wir in Dudelange tanken und Kaffee kaufen. Dann fahren wir auf der Autobahn Richtung Süden bis nach Beaune (Frankreich), wo wir einen Stellplatz in der Stadt aufsuchen. Der Platz liegt zentral, und wir können uns die schöne Altstadt anschauen.

Danach Abendessen und relaxen. Morgen geht es weiter.

29.12.2019 Beaune – Piolenc bei Orange (350 km)

In Beaune haben wir auch ruhig schlafen können. Allerdings meinte ein Singvogel (Lerche?), gegen 5 Uhr ein kleines Konzert veranstalten zu müssen. Das ging vorbei, und dann können wir noch ein wenig weiter schlafen.

Nach dem Frühstück sind wir dann schon vor 10 auf der Straße. Es muss getankt werden, und dann geht es wieder über die Autobahn weiter Richtung Lyon und Orange. Unterwegs verlassen wir die mautpflichtige Autobahn und fahren ca. 20 km über Land. Dann wieder rauf auf die Bahn und durch das Rhonetal weiter. Diese Strecke ist erheblich besser zu fahren, als die mautfreie A75, die sich im Gebirge auf bis zu 1200 Meter Höhe schraubt.

Ziel ist heute ein kleiner Ort nahe Orange. Dort fahren wir einen kleinen privaten Stellplatz an und finden ein schönes Plätzchen. Na wenn es hier nicht ruhig ist…

Ein kleiner Spaziergang durch die Felder endet vor einem Graben, also kehren wir um und laufen den selben Feldweg wieder zurück.

Am Abend wird die kleine Camping-Waschmaschine ausprobiert. Da Wasser und Strom am Platz vorhanden und im Preis von 10€ enthalten sind, bietet sich das an. Es werden Unterwäsche und ein Pulli gewaschen. Als Trockenkammer dient das „Raumbad“ mit Unterstützung des kleinen Heizlüfters. Mal sehen, wie lange die kleine Wäsche zum Trocknen benötigt.

Am Abend kommt der Betreiber und kassiert formlos die 10€. Er ist sehr freundlich, und wir kommen prima mit unseren rudimentären Französisch-Kenntnissen klar.

Ich schreibe hier den ersten Blog-Teil und versuche, ihn hier auch zu veröffentlichen. Unser Router-Netzwerk funktioniert ganz gut.

30.12.2019 Piolenc – Gruissan-Plage (210 km)

Am Morgen, nach einer wieder sehr ruhigen Nacht, tanken wir noch einmal den Wassertank voll, der Wasserhahn ist gleich am Platz. Dann Entsorgen, und weiter geht es Richtung spanischer Grenze, heute ist der Stellplatz in Gruissan-Plage angepeilt. Dort waren wir vor fast 6 Jahren schon einmal. Nichts Besonderes, aber am Wasser.

Die Fahrt auf der A9 ist unspektakulär und schnell gemacht.

An der Ausfahrt ist direkt eine Carrefour-Tankstelle und auch ein gleichnamiger großer Supermarkt. Nach dem Tanken (genug, um bis nach Spanien zukommen) geht’s kurz dort hin. Wir brauchen Brot und ich kaufe etwas Fisch für das Mittagessen.

Am Platz angekommen schauen wir nach einem geeigneten Plätzchen. Leider sind hier etliche Wohnmobilisten, die den Moppel laufen lassen (kein Hund, sondern das Stromaggregat) 😊

Den Krach brauchen wir eigentlich nicht, so stellen wir unseren Dicken dann auch nochmal um.

Danach wird der Fisch gebraten und mit dem frischen Baguette verzehrt. Das ist lecker…

Anschließend muss ein Verdauungskaffee und danach der obligatorische Verdauungs-Spaziergang sein. Das Hafengelände ist uns noch ein wenig bekannt, allerdings sind viele Läden zur Mittagszeit geschlossen. Mal sehen, wie das gegen Abend ist.

31.12.2019 Gruissan Plage

Die Nacht war ruhig, also bleiben wir hier über den Jahreswechsel. Nach Aussagen anderer Camper wird es wohl auch um Mitternacht ruhig bleiben. In den Läden hier und auch anderswo gibt’s auch kein Feuerwerk zu kaufen. Wir machen einen ausgedehnten Spaziergang im und durch den kleinen netten Ort Gruissan und kraxeln die wenigen Stufen zur Burgruine „Chateau de Gruissan“, von woaus man einen schönen Blick über den Ort bis zu den Salinen hat. Im Wasser kann man einige Flamingos erkennen.

Weiter geht der Weg Richtung Supermarkt, wir brauchen etwas Milch und Obst. Alles Andere haben wir noch oder schon.

Auf dem Rückweg laufen wir wieder an den Hafenbecken entlang. Schon beeindruckend, was dort so an Schiffen herumliegt.

Am Nachmittag haben wir sogar die Möglichkeit, uns für einige Zeit in die Sonne zu setzen, und die Batterie wird auch gut geladen. Sobald die Sonne allerdings sinkt, wir der Ertrag merklich schlechter. Es hat aber gereicht, fast 85% Füllung sollten bis morgen reichen. Dann kann die Lichtmaschine, oder die Sonne wieder aufladen.

Auf die kommende Nacht sind wir gespannt, und morgen früh ist schon das zweite Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts vorbei. Man schreibt dann das Jahr 2020!

Euch allen wünschen wir ein gesundes und frohes neues Jahr und einen guten Rutsch!

Mehr von unserer Reise dann im nächsten Jahr!

So, das alte Jahr und damit das zweite Jahrzehnt im 21. Jahrhundert sind Geschichte. Aber bei uns geht es weiter:

01.01.2020 Gruissan-Plage – Saint Marie de la Mer (70 km)

Na also, die Nacht war sehr ruhig. Um Mitternacht wurde bei den Franzosen kräftig gehupt (machen die halt so) und ein oder zwei Böller waren zu hören. Ansonsten war nichts. Geschlafen haben wir auch sehr gut. Der Batteriestand liegt bei 52%, allerdings habe ich nicht darauf geachtet, wie er gestern Morgen war. Reicht aber trotzdem locker, zumal schon die Sonne scheint.

Am Morgen nach dem Frühstück wollen wir dann weiter Richtung Spanien, aber eine Station fahren wir noch in Frankreich an. Den Stellplatz in Saint Marie de la Mer.

Dort gehen wir am Strand spazieren und genießen die Sonne, die vom wolkenlosen Himmel scheint. Allerdings ist es immer noch ein wenig frisch, wenn man in den Schatten kommt. Das Thermometer zeigt ca. 10 bis 12°C an, in der Sonne natürlich erheblich mehr. Im Ort finden wir in einem kleinen Durchgang sogar Bananenpflanzen. Ansonsten sind derzeit die Orte ziemlich ausgestorben. Wir wollen nicht wissen, wie es hier in der Hochsaison ist.

Und wieder tanken wir Sonnenenergie in die Batterie. Es reicht wieder zu ca. 85% Füllung. Das sollte auf jeden Fall reichen. Morgen wird auch wieder etwas mehr gefahren, so dass die Batterie sicher durch die Lichtmaschine voll wird.

Jetzt lassen wir den Tag ausklingen. Endlich haben wir auch wieder einen französischen Sender mit guter Musik, in Gruissan mussten wir über Satellit deutsches Radio hören (natürlich WDR 2).

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