Winter 2019 – Frühjahr 2020, nochmal nach Spanien und Portugal Teil III Portugal

04.02.2020 Isla Cristina – Tavira (45 km)

Am nächsten Vormittag machen wir uns auf den Weg nach Tavira, dann sind wir in Portugal. Dort waren wir im letzten Jahr auch schon, aber da gab es dort keinen offiziellen Stellplatz. Damals konnte man an der Markthalle stehen, da ist aber jetzt eine Höhenbeschränkung gebaut worden.

Der Platz ist zentral gelegen, knapp 300 m von dem großen Einkaufszentrum entfernt, in dem wir damals die NOS-Karte erstanden haben. In die Stadt sind es gerade mal zwei km, alles also ganz gut machbar. Wir checken gleich für zwei Nächte ein, da wir uns Tavira und die vorgelagerte Insel anschauen wollen.

Wir machen uns dann auch auf den in die Stadt und gehen auch zum Castelo hinauf. Von hier oben hat man eine gute Übersicht über die Stadt.

Über den Fluss Gilao führen nur noch zwei Brücken. Die mittlere der ehemals drei Brücken wird gerade saniert, oder abgerissen, so genau konnten wir das nicht erfahren.

Natürlich gab es auch wieder den obligatorischen Caffee con Leche, heisst hier aber Caffee con Laite.

05.02.2020 in Tavira

Wieder ein schöner Tag! Wir haben gut geschlafen, obwohl hinter dem Platz eine Bahnlinie verläuft. Aber da ist Nachts Ruhe, und auch sonst hört man nicht viel von den Zügen. Manchmal sind uns die Bewertungen in den Apps echt unverständlich. Aber es ist klar, wenn man nah am Gleis steht, hört man den Zug deutlich. Wir stehen weit genug davon weg, und da ist es eben ruhiger. Augen auf bei der Stellplatzwahl. 😊

Heute wollen wir zur Isla de Tavira. Das ist eine langgezogene Insel mit feinem Sandstrand, die vor Tavira und vor Santa Luzia liegt. Hin kommt man entweder mit der Fähre, oder über eine Brücke und an den Gleisen einer urigen Kleinbahn entlang. In der Bahn dürfen keine Hunde mitfahren, also laufen wir. Zur Brücke geht es aber per Fahrrädern und Anhänger, die wir dann dort anbinden.

Auf der Insel dann die Enttäuschung, Hunde dürfen nicht an den Strand. Und da sich dort tatsächlich kein Hund sehen ließ, hielten wir Sunny eben auch dort weg.

Auf der Insel gibt es einen sehr bekannten „Friedhof der Anker“, also ein Feld, wo dutzende Anker im Sand stecken als Erinnerung an die Fischer, die hier früher gelebt und gearbeitet haben. Die ehemaligen Fischerhütten beherbergen heute diverse Restaurants, Kioske usw. Auch die Wasserrettung ist dort untergebracht.

Nachdem wir einige Bilder gemacht haben sind wir dann wieder gegangen. Essen wollten wir an der Mole in Santa Luzia. Wir finden dann auch ein Lokal mit Terrasse direkt an der Strandstraße. Dort sind die Preise schon etwas gehobener, aber wir wurden trotzdem fündig.

So gestärkt geht es dann wieder nach Tavira. Im Einkaufszentrum kaufen wir noch etwas Brot ein, damit ist dann auch das Abendessen gesichert.

06.02.2020 noch in Tavira

Wieder war die Nacht ruhig, abgesehen von ein paar Hunden, die meinten, sie müssten sich lautstark unterhalten.

Heute wollen wir mal in die andere Richtung, direkt am Platz beginnt ein Naturschutzgebiet und dort gibt es auch Salinenfelder zur Salzgewinnung. Den Ausflug machen wir wieder mit den Rädern und dem Anhänger für Sunny. Schließlich stehen wir am Wasser. Die Insel ist nur einen Steinwurf entfernt, und wir sehen auch eine der Fähren, die dort hin fahren.

Ein älterer Mann kommt auf seinem Rennrad bis zum Beginn des Sandes gefahren, will umdrehen und kommt nicht rechtzeitig aus den Schuhklammern, er versucht sich zu fangen, fällt dann aber -quasi in Zeitlupe- auf seinen Allerwertesten. Ich springe hin und helfe ihm auf. Da der Sand weich ist, hat er sich nichts getan, er bedankt sich, lacht und schwingt sich wieder aufs Rad. Glück gehabt.

Am Nachmittag mache ich einige Fotos vom Platz, da ich ihn ja für den Bordaltlas registrieren will. Der Besitzer ist erfreut und einverstanden, also spreche ich mit ihm den Fragebogen durch. Abends verschicke ich dann dien Fragebogen und einige der Fotos per Mail an den Verlag.

07.02.2020 Tavira – Faro – Albufeira ( 70 km)

Heute geht es aber weiter. Eigentlich wollen wir nur bis Faro, das sind knappe 30 km. Der dortige Stellplatz sagt uns aber nicht zu, und die inoffiziellen Stellen begeistern uns auch nicht.

Also weiter nach Albufeira. Dort finden wir in Falesia leider keinen Platz, alles voll. Schließlich bekommen wir etwas weiter im Inland in Ferreira einen Stellplatz, der ganz ok ist. Hier werden wir das Wochenende verbringen.

Zunächst muss dann aber Sunny zu ihrem Recht kommen, und wir gehen ein Stück mit ihr.

Dann telefoniere ich mit Katja, sie leitet hier ein Tierheim für Streunerhunde. Davon habe ich schon zuhause erfahren und von dort mit ihr Kontakt aufgenommen. Sie hat uns eingeladen, sie und die Hunde zu besuchen, und das wollen wir morgen mal machen. Aufgrund der Stellplatzwahl sind wir auch nur 4 km von dem Tierheim entfernt, also werden wir mit den Rädern fahren.

Katja schickt die Koordinaten, und das sieht dann ganz gut aus.

08.02.2020 Ferreira

Heute nach dem Frühstück geht es zum „Place for Strays“, so der Name des Shelters, Mit dem Fahrrad ist das gut zu schaffen. Als wir dort ankommen, werden wir mit viel Hundegebell begrüßt. Es sind noch andere Besucher da, u. A. ein Ehepaar aus Schweden, welches im Vergangenen Jahr einen Hund von Plays for Strays adoptiert haben.

Katja zeigt uns das Gelände, etliche Hundelaufen auf dem Grundstück frei herum, und Sunny -nach anfänglichem zögern- ist dann auch mitten drin. Sie macht den Eindruck, als lebe sie quasi hier schon länger. Uns zeigt das, dass wir unseren Hund gut erzogen haben, und dass er gut sozialisiert ist.

Nach etwas einer Stunde fahren wir dann wieder zurück zum Mobil. Wir verabreden, dass wir uns noch einmal dort treffen, wir wollen helfen, ein Regal aufzustellen, damit Katja und ihre Leute bessere Lagermöglichkeiten erhalten.

Wir beschließen dann auch, dass wir noch zwei Tage hier bleiben, der Platz ist ok, man kann schlafen, und er ist sehr preiswert.

09.02.2020 in Ferreira

Heute ist Sonntag, es gibt kein frisches Brot im Laden am Platz. Nur gut, dass wir noch was von gestern haben.

Nach dem Frühstück fahren wir zum Tierheim, aber heute wird’s nichts mit dem Regal-Aufbauen. Die Hunde sind noch alle im Zwinger, so dass es besser ist, wir kommen morgen wieder.

Unterwegs wickelt das Spanngummi vom Gepäckkorb bei Margots Fahrrad um die Hinterradnabe und wirft den Antriebsriemen vom Zahnkranz. Da wir den an Ort und Stelle nicht wieder montiert bekommen, schiebt Margot das Rad einen Kilometer zum Stellplatz. Mit Hilfe eines Schraubenziehers als Hebel geht es dann ganz leicht.

Danach wirft Margot die kleine Waschmaschine an und als die Wäsche hängt, fahren wir zum Algarve Shopping Center, da dort die nächste NOS-Niederlassung ist. Wir wollen eine Datenkarte kaufen, damit wir weiter Internet haben. NOS kostet 1€ pro Tag mit unbegrenztem Volumen. Die alte Karte lässt sich nicht reaktivieren, da müssen wir für 2,50€ plus 15 Euro für 15 Tage eine neue kaufen. Dafür ist das alles ganz unkompliziert, keine Ausweisvorlage, sondern einfach kaufen, und sobald die Karte im Router ist, funktioniert sie.

Das Gute ist, dass man NOS online verlängern bzw. wieder aufladen kann. Nachteil: Die Karte funktioniert nur in Portugal. Im Ausland kann man damit nicht surfen. Aber dafür haben wir die Simyo-Karte oder auch die unserer Telekom.

10.02.2020 in Ferreira (bei Albufeira)

Guten Morgen, die Nacht war ruhig und erholsam.

Heute steht der Arbeitsbesuch bei Plays für Strays auf dem Programm. Gestern haben wir Katja wohl nur knapp verpasst.

Nach dem Frühstück geht es wieder los. 4,25 km sind nun nicht die große Entfernung.

Als wir ankommen, werden wir wieder lautstark begrüßt.

Und dann geht es los. In der Hütte muss ein Regal auf gebaut werden, für Margot keine große Sache. Ich hebe derzeit zwei Löcher aus, in der dann die Zaunpfähle für ein Tor einbetoniert werden sollen.

Als Margot das Regal fertig hat, sind auch die Löcher fast fertig, wir mussten erst noch klären, wo das Tor nun wirklich am Besten eingebaut werden sollte, und in welche Richtung es zu öffnen ist. Als das klar ist, wird alles ausgerichtet, mit Hilfe von Balken und Latten und Schraubzwingen fixiert, und dann kam der erste selbstgemischte Beton rein. Dazu musste Sand aus dem Hundesandkasten „geklaut“, und alles in der Schubkarre ordentlich gemischt werden.

Beide Pfosten wurden zum Teil einbetoniert, der Rest kommt morgen.

Der Tag war dann schon fast wieder vorbei, wir waren gut geschafft und verschwitzt, und wir sehnten uns nach der Dusche.

Danach noch eine Hunderunde, Sunny konnte zwar während unserer Arbeit frei rumlaufen, aber trotzdem kam sie etwas zu kurz. Außerdem muss der Abwassertank mal etwas entleert werden, er zeigt ¾ voll an. Nach ca. 10 Eimern immer noch ½ voll. Also wollen wir morgen mal zur Entsorgungsstation fahren und den Tank ganz leeren. Vorher aber wieder zu den Hunden, die Arbeit von gestern fertig machen.

11.02.2020 wir bleiben noch länger hier in Albufeira

Wir haben uns entschlossen, ab morgen ein Leihauto zu mieten. Der Grund: Wir haben hier einen guten und preiswerten Stellplatz mit sehr freundlichen Betreibern, der Platz wo der Dicke steht ist ein Sonnenplatz, so dass die Solarplatten die Batterie wieder füllen, und -wenn das Wetter schlechter werden sollte- wir stehen auf Kies, so dass der Untergrund einigermaßen sauber ist.

Nach dem Frühstück geht es wieder ab aufs Rad und 4,25 km zum Tierheim.

Dort wird erst einmal der neu gemischte Beton in die Löcher gefüllt. Das ist dank Teamwork schnell gemacht.

Danach wird Zaun angebaut (Margot mit Katja) und in der Hütte noch ein Torpfosten angeschraubt. Dazu hat Katja Winkel aus dem Baumarkt mitgebracht. Der Sinn ist, dass in der Hütte eine Quarantänestation eingerichtet werden soll, wo ggf. kranke Hunde mal untergebracht werden können, die besondere Ruhe etc. brauchen.

Schließlich bauen wir die Fixierungen von gestern ab und bauen auch um die Hütte noch den Zaun fertig. Schön, was wir mal wieder geschafft haben.

Nur leider hatten wir die letzten Tage keine Zeit für Fotos. Aber das wird wieder anders.

Am Wohnmobil angekommen hole ich mir erst mal was zum Essen in der platzeigenen Snackbar. Margot hat ja heute ihren Hafertag.

Danach erstmal duschen, dann das Auto zum Entsorgungsplatz, damit der Grauwassertank auslaufen kann. Auch die Toilette wird entleert. Dann wieder auf den Platz, Schuhe an, und Hunderunde. Auf dieser Runde begegnete uns noch eine alte ehemalige Windmühle. Übrigens kann man auf dem Foto auch ein wenig das Meer sehen 🙂

Abendessen gibt’s etwas später, Mittagessen war ja erst um 16 Uhr Ortszeit (also 17 Uhr bei euch) 😊

Das wars dann für heute. Morgen ist wieder ein neuer sonniger Tag.

Liebe Grüße von der Algarve!

12.02.2020 Albufeira

Wir stellen fest, die Sonne scheint, es ist blauer Himmel, und wir bekommen heute ein Leihauto. Margot hat das über das Internet klar gemacht, und wir maschieren also nach Albufeira zu Europcar. Dort hat man einen Citroen C1 für uns, sogar mit Automatik. Das Auto ist klein und wendig, der Kofferraum groß genug für Sunny. Gemietet zunächst mal bis kommenden Montag. Also verlängern wir auch so lange auf dem Stellplatz.

So haben wir die Möglichkeit, die Umgebung zu erkunden und auch einfacher zum Tierheim zu kommen.

Wir fangen dann gleich an und fahren an einen Strandabschnitt in Albufeira, der sehr zerklüftet ist. Wir schauen uns das Ganze an und entschließen uns, nochmal dort hin zu fahren und dann runter an den Strand zu gehen.

Zunächst suchen wir aber etwas zu Essen. Es gibt dann in der zweiten Reihe eine kleine Snack Bar, wo wir eine Pizza und Nudeln bestellen. Das Essen ist so na ja, aber wir sind satt.

13.02.2020 Albufeira

Heute geht es erst einmal nach Silves. Dort gibt es eine nette Altstadt und ein Castello, zu dem wir gehen. Ich gehe zur Besichtigung, dann ich bin Senior und komme verbilligt rein. 😊

Vom Castello aus hat man eine schöne Sicht auf die Stadt. Immer noch werden Ausgrabungen im Bereich des Castellos gemacht.

Danach fahren wir wieder zum Place for Strays (PFS) und bauen am Zaun und am Innengehege weiter. Da wir ansonsten weiter hier in der Umgebung bleiben, wird es Fotos geben, aber nicht immer lange Texte.

14.02.2020 Albufeira

Heute entschließen wir uns zu einer Wanderung in den Bergen bei Loule, dort gibt es ein Quellgebiet mit kristallklarem Wasser. Natürlich auch Wasser für Sunny zum Baden.

Danach schauen wir uns Loule an. Die Altstadt wird von einer eindrucksvollen Markthalle dominiert, und natürlich hat auch Loule ein Castell.

Anschließend bauen wir weiter am Innengehege beim PFS.

15.02.2020 Albufeira

Wir andern an der Steilküste bei Albufeira / Falesia, das ist ein Hotspot für Gleitschirmflieger. Dort sehen wir dann auch einige, die sich „von der Klippe stürzen“. Der Flug an den Klippen vorbei sieht schon spektakulär aus.

Anschließend wurde weiter gearbeitet bei PFS, restlicher Zaunbau und Reparatur der Tür am Wohnwagen.

16.02.2020 Albufeira

Wanderung an der Küste bei Pera, dort gehen wir am Strand und auch über einen langen Holzsteg durch das Naturschutzgebiet.

Anschließend bei PFS die Fußleisten geklebt. Morgen wird die Hütte eingeweiht. Allerdings fehlen noch die Silikonfugen.

17.02.2020 Albufeira

Vormittags haben wir das Auto gewechselt. Eigentlich wollten wir den C1 behalten, aber dann hat Check24 einen neuen Vertrag gemacht, und dadurch war es ein anderer Vermieter. Also erst dahin, Auto holen, wieder zurück, anderes Auto abgeben, dann zum PFS.

Keine Wanderung, sondern Grillen bei PFS.

Verabschiedung von Janne und Fertigstellung der „Fußleisten“ in der Sani-Station.

18.02.2020 Albufeira

Loch für Hundeklappe in die Hütte gesägt. Dann auf dem Stellplatz U-Profile bekommen.

Wanderung in den Klippen bei St. Raphael, diesmal andere Wege.

Einkauf von Zubehör für Hundeklappe im Baumarkt.

19.02.2020 Albufeira

Heute Vormittag haben wir die Hundeklappe fertig gebaut. Sie funktioniert ganz gut.

Am Nachmittag waren wir bei Paderna an einem ausgetrockneten Fluss unterhalb des Castells.

Das eigentlich breite Flussbett ist staubtrocken. Am Fluss steht eine alte Wassermühle. Aber eine Wassermühle ohne Wasser… Wir konnten durch das Flußbett laufen, es gab tatsächlich keinen Tropfen Wasser mehr.

20.02.2020 Albufeira

Am Strand von Armacao gewesen, einer der schönsten Strände an der Algarve. In Armacao sind wir einer Empfehlung aus dem Netz gefolgt und haben in einem ganz unscheinbaren Restaurant ganz hervorragend Fisch gegessen. Für jeweils 14€  gibt es dort Fisch, wortwörtlich bis zum Abwinken. Hervorragend mit Salz und Pfeffer gweürzt kommt der dort frisch vom Grill. Ganz unterschiedliche Fische, vom Seebarsch über Lachs bis zum Tintenfisch ist alles dabei. Dazu reicht man dort gekochte ungeschälte Kartoffeln (mit Olivenöl und Salz auch ein Genuss) und einen Tomaten-Gurkensalat.

Frisch gestärkt sind wir dann zum PFS gefahren und haben dort einfach nur gequatscht und Kaffee getrunken. Auch mal schön. Allerdings gibt es auch wieder neue Arbeit: Die beiden Fahrräder brauchen neue Sättel, da dort die Hunde ganze Arbeit geleistet haben, und die Ketten bzw. Schaltungen benötigen dringend etwas Wartung und Öl. Außerdem fehlt Luft in den Reifen, ein Einstz für unseren Kompressor.

Also übernehmen wir diese Arbeit für den nächsten Tag.

Wir bauen die Sättel samt Sattelstützen ab und werden morgen zu Decathlon fahren und Ersatz beschaffen. Auch eine Luftpumpe steht auf dem Einkaufszettel, sowie neue Griffe für eines der Räder.

21.02.2020 Albufeira

Heute verbinden wir das Angenehme mit dem Nützlichen. Wir wollen ja zu Decathlon, und der nächste ist in Faro. Dort sind wir zwar durch gefahren, aber haben die Stadt noch nicht gesehen. Also steht auch Sightseeing auf dem Programm.

In Faro ist steppt der Bär. Da Karneval ist, gibt es einen Kinderumzug durch die Stadt, und außerdem findet ein Radrennen statt. Wir parken in einem Parkhaus -wir sind mit dem Leihwagen unterwegs, da geht das- und stürzen uns ins Getümmel.

Na ja, bis auf Reste der alten Stadtmauer und ein Castello -das gibts hier wohl in jeder Stadt- finden wir nichts, was wirklich schön ist. Viele Gebäude sind unbewohnt und gammeln vor sich hin. Allerdings gibt es auch hier etliche Storchennester, auf denen die Störche das Brutgeschäft vorbereiten. Das Geklapper ist weit hin zu hören.

Hinter dem Castello ist der Hafen und der Flughafen von Faro ist in Sicht- und Hörweite.

Wir haben genug gesehen und gehen zurück Richtung Tiefgarage. Allerdings kehren wir erst noch auf einen Kaffee ein. Ein kleiner Schnellimbiss hat Tische und Stühle in der Gasse stehen, dort nehmen wir Platz und genehmigen uns zum Kaffee noch ein kleines Stück Pizza. Danach fahren wir zu Decathlon. Dort bekommen wir günstig zwei neue Sättel und die Luftpumpe. Außerdem nehmen wir zwei neue Lenkergriffe und eine Box mit Flickzeug mit. Damit sollte dann auch mal ein Plattfuß behoben werden können.

Wir fahren zunächst zum Wohnmobil zurück, essen richtig zu Mittag und fahren gegen 16 Uhr zum PFS. Die Räder sind schnell wieder fit gemacht, und dank WD 40 laufen auch Schaltungen und Ketten wieder einwandfrei. Die Sprühflasche bleibt als kleines Geschenk von uns dort (hatten wir günstig bei ALDI bekommen).

22.02.2020 Albufeira

Heute ist Waschtag. Das Wetter ist Ideal dafür. Also alles, was gewaschen werden muss -auch die Bettwäsche- in die große Waschmaschine am Eingang zum Platz. Einige Kleinigkeiten waschen wir in unserer Mini-Maschine im Mobil. Zum Trocknen haben wir ja den Wäscheständer, und -da der Nachbar, der die letzten Tage sehr dicht neben uns stand weggefahren ist- können wir auch die Markise ausfahren und daran eine Wäscheleine befestigen. Zu guter Letzt spanne ich auch noch eine Leine zwischen zwei Baum-Pfählen, und so findet alles einen Platz.

Da die Sonne so schön scheint, ernten wir auch wieder richtig viel Strom, so dass Margot einen Kuchen backen kann und anschließend auch die Pizza (Fertigteig) noch im Backofen gar wird.

Heute geht also alles mit Sonnenenergie 😊

Nach dem Essen ist auch die Wäsche trocken, so dass wir noch nach Gaia an den Strand fahren können. Sunny liebt das Meer und ist auch sofort drin.

Auf dem Weg dort hin schauen wir uns einen Stellplatz an, aber der ist so eng, dass wir beschließen, dort am Montag nicht hin zu fahren.

Am Abend planen wir -hauptsächlich Margot- die weitere Reise in Portugal und auch zurück Richtung Heimat.

Wir wollen auf dem Rückweg über Emmendingen fahren und uns in Mainhardt die Heckscheibe austauschen lassen. Der Termin muss vereinbart werden.

Außerdem fahren wir direkt nach Olpe nur MV des Karmann-Clubs, und von dort geht es dann am 26.4. nach Hause. Soweit bis jetzt der Plan. Aber ihr kennt uns ja 😊

23.02.2020 Albufeira

Wieder lacht die Sonne! Zunächst wird in Ruhe  gefrühstückt, dann die Sonnentankstelle angeworfen. Der Kofferraum wird aufgeräumt, so dass wir morgen ohne große Aktionen aufbrechen können.

Außerdem schreibe ich mal wieder bzw. kopiere den Word-Text in den Blog.

Gestern Abend habe ich Bilder vorbereitet. Die kommen heute noch rein. Aber zunächst genießen wir das Wetter bei einem kleinen Spaziergang.

Nach dem Mittagessen wird erst mal relaxed, dann fahren wir kurz zur Steilküste von Falesia.

Anschließend fahren wir zum PFS, um uns zu verabschieden. Bei der Gelegenheit können wir auch noch einen Blick auf die kleinen Welpen werfen.

Mal schauen, ob wir weiterhin Kontakt zu den Leuten halten. Jedenfalls haben wir sehr gern geholfen.

24.02.2020 Albufeira – Armacao de Pera (15 km)

Heute geht es wieder weiter, obwohl es uns auf dem Sul Camping immer noch gefällt. Aber das ist dann halt ein Grund zum Wieder kommen.

Zunächst müssen wir das Mietauto abgeben, und im Womo brauchen wir wieder mal Gas. Also fährt Margot mit dem Mietauto zum Vermieter, ich fahre mit dem Dicken zum Gas tanken und dann auch dort hin, um Margot aufzusammeln. Dann geht es aber los.

Unser Ziel ist der Campingplatz in Armacao de Pera. Dort gibt es einen Campingplatz nah am Sandstrand. Der ist uns lieber, als der Platz für 4€, wo man damit rechnen muss, in der Nacht von der GNR geweckt und vertrieben zu werden.

Wir checken nach kurzer Fahrt ein und suchen uns einen Stellplatz. Anschließend gehen wir zur Fa. Caravan-Technik Algarve und kaufen dort einen CEE-Stecker, da es den Anschein hat, dass die Steckverbindung des mobilen PV-Moduls wieder defekt ist.

Beim Test zeigt sich aber, dass dies nicht der Fall ist. Der Heißkleber hat das Ganze stabilisiert.

Dann wird also das andere Kabel auch „vergossen“, dadurch gibt es mehr Stabilität.

Da der Inhaber des Geschäfts auch Gasprüfungen macht, frage ich ihn bezügl. Der Abnahme unserer Gasanlage mit den Tankflaschen. Und da kommt es dann wieder: Wenn sie nicht angeschlossen sind, interessieren sie nicht bei der Prüfung. Hääää???? Und wenn sie angeschlossen wären, müssten die Halterungen mit dem Rahmen verbunden werden und Querbeschleunigungen von 8 G und in Fahrtrichtung 20 G halten. Das halte ich für so einen Blödsinn, das kommt nur von der Gaslobby, die nicht möchte, dass wir das vergünstigte Gas benutzen. Allerdings kostet das Füllen einer leeren Flasche mit LPG auch nicht weniger kostet, als wenn man eine leere Flasche tauscht. Der Vorteil ist nur, dass man keine Flaschen mehr tauschen und schleppen muss.

Na dann lasse ich die Prüfung halt im Mai in Hagen machen.

Mal scheuen, was im Phoenix-Forum dazu gewusst wird. Ich werde da mal anfragen.

25.02.2020 Armacao der Pera – Silves ( 20 km)

Heute geht es noch einmal nach Silves, diesmal mit dem Vogel. Wir wollen uns das Städtchen etwas ausführlicher anschauen. Unterhalb der Burg ist ein Stellplatz, sogar mit Duschen etc. Dort checken wir ein.

Danach marschieren wir durchs Städtchen um auch ein wenig einzukaufen. Mittagessen gibt’s in einem kleinen aber guten Restaurant auf der Strecke. Die Pizza ist sensationell und kommt aus dem Holzofen. Dazu ein Getränk, und das Ganze für jeweils 7,50€.

Im Wohnmobil angekommen repariert Margot den Nebenablauf des Spülbeckens, dieser ist verstopft und der Schlauch -das sehen wir nach der Demontage- sitzt total mit Schmodder zu. Das scheint noch von den Vorgängern zu sein, denn wir haben dort nie Fett oder ähnliches rein geschüttet.

Nachdem alles wieder dicht ist, machen wir nochmal eine Hunderunde ins Umland.

Das Gebiet hinter dem Stellplatz ist direkt ländlich. Wir gehen an etlichen Orangenplantagen vorbei, dort stehen die Bäume schon wieder in voller Blüte und es hängen Früchte in unterschiedlichen Reifegraden in den Bäumen.

Der Weg geht etwas Bergauf, wenn man sich umdreht, sieht man den Ort und das Castello, voraus steht hoch auf dem Hügel eine alte Windmühle.

Der Rundweg geht letztlich wieder zurück zum Stellplatz. Dort möchte Margot dann noch eine Runde mit dem Rad durch den Ort drehen. Also wird es ausgepackt, und sie radelt los.

Sunny und ich bleiben hier.

Am Abend sehen wir dann das Castell mal beleuchtet.

26.02.2020 wie bleiben noch in Silves

Der Platz ist ok, liegt zentral, kostet 6,50€ pro Nacht und hat Wasser usw., also entschließen wir uns, noch hier zu bleiben.

Wir laufen durch die Gassen der Stadt, schauen uns Geschäfte an und landen schließlich im Lidl, wo wir einige Kleinigkeiten einkaufen müssen. Margot kauft ein, ich bleibe mit Sunny draußen.

Unser Spaziergang ist auch fällig, heute habe ich aber keine so rechte Lust, also geht es nicht so weit.

Dafür gehe ich später noch einmal hinter den Stellplatz, um dort mit Sunny mit dem Ball zu spielen.

Sie hat ihren Spaß, aber der ist jäh zuende, als ich mitbekomme, dass sie sich leicht verletzt hat. Am rechten Bein blutet sie aus dem Ansatz der Wolfskralle, da sie diese aber nicht hatte, muss sie sich beim Ballspielen da was aufgeschürft haben. Es scheint ihrn nicht weh zu tun. Sie läuft ganz normal wieder zum Womo zurück, da versorge ich die Wunde mit Desinfektionsmittel und einem kleinen Verband, den sie auch unangetastet lässt. Erst spät am Abend hat sie ihn sich dann abgemacht, aber das ist ok so.

27.02.2020 weils so schön ist immer noch Silves

Heute ist Donnerstag, wir überlegen ein wenig, und entschließen uns, auch über das Wochenende hier zu bleiben. Am Samstag ist ein wenig Regen angekündigt, aber das macht nichts. Wir sind ja derzeit von der Sonne sehr verwöhnt. Und da hier alles in der Nähe ist, man gut mit Sunny laufen kann, und der Platz auch ok ist, warum sollten wir wechseln?

Heute machen wir wieder eine kleine Wanderung um den Ort, schauen uns weitere Gassen an, genießen das Wetter und beobachten die vielen Störche, die hier in Slves nisten.

Silves ist als „Storchenstadt“ bekannt. Überall hört man das Klappern der Störche, und sie nisten an den unmöglichsten Stellen.

Danach nehmen wir die Räder und fahren ohne Sunny zum Einkaufen. Mit Korb und Rucksack ist das kein Problem, mit dem Wohnmobil wäre es eins, denn der Lidl hat nur eine Tiefgarage. 😉

Inzwischen kennen wir mehrere Wege die zum Discounter führen, der kürzeste geht mitten durch den Ort und ist schön zu fahren, da dort nicht so viel Verkehr ist.

Sunny erwartet uns schon und springt um uns herum, als wir die Tür öffnen.

Anschließend möchte Margot noch mal los, ich genehmige mir statt dessen ein kleines Nickerchen.

Morgen soll das Wetter noch einmal gut sein, also wird dann wieder mal gewaschen.

28.02.2020 Silves auch weiterhin

Am Morgen -noch vor dem Frühstück- füllt Margot eine der beiden Waschmaschinen, die man hier gegen Gebühr benutzen kann. Nach dem Frühstück ist die Wäsche fertig, und wird aufgehängt.

Da wieder die Sonne  scheint, ein wenig Wind weht, trocknet die Wäsche sehr schnell.

Allerdings wollen wir zwischendurch kurz zur Markthalle, dazu nehmen wir wieder die Fahrräder. An den Fischständen gibt’s nicht mehr viel, so beschließen wir, es morgen noch einmal zu versuchen, dann aber einiges früher.

Nach dem Essen gehen wir auf den Hügel zur alten Windmühle. Sie bietet einen traurigen Anblick. Die Segel sind scheinbar von Wind zerfetzt, und das ganze Gebäude scheint so langsam zu verfallen. Schade eigentlich. Man hat von hier oben einen tollen Ausblick, auch wenn die Sicht heute nicht so berauschend ist.

Der Rückweg ist schnell erledigt.

29.02.2020 SIlves

Heute wollen wir früh los zur Markthalle. Dort ist heute am Samstag richtig was los. Rund um die Halle stehen auch draußen Marktstände, meist mit den lokalen landwirtschaftlichen Produkten. Also Gemüse, Salate, Obst, Kartoffeln und natürlich Orangen und Zitronen. In der Halle das Gleiche Bild, aber heute gibt’s noch mehr (Meer-) Fisch. Neben Sardinen auch Oktupus, Meeräschen, Plattfische usw. Alle Sorten kenne ich auch nicht.

Ich kaufe eine schöne große Meeräsche für ganze 3,80€ und lasse sie gleich ausnehmen und Schuppen. Zuhause werde ich sie dann filetieren.

Draußen erstehen wir noch einen Bund Spinat, der sieht hier aber etwas anders aus, als bei uns, hat mehr Stiele und ist wesentlich länger gewachsen. Den gibt es zur Äsche.

Zuhause am Womo mache ich mich ans Werk und kriege das Filetieren auch ganz gut hin. Es werden zwei schöne Filets, genau richtig für uns zwei.

Der Spinat kommt in den Topf, der Fisch in die Pfanne, und nachdem alles Gar ist, kommt der Spinat auch in die Pfanne und darüber eine Schicht geriebener Käse. Als Abrundung und für die Dampfbildung ein Schluck weisser Rioja, und Deckel drauf.

Als der Käse zerlaufen ist, wird angerichtet. Das ist was richtig leckeres, was wir da zusammen gekocht haben. Als Beilage reicht uns eine Scheibe Brot, die kurz in die Pfanne kommt und die Flüssigkeit aufsaugt.

Am Nachmittag fängt es an zu Nieseln, teilweise regnet es auch richtig. War ja so vorher gesagt und ist hier auch dringend nötig. Die Fluss- und Bachbetten sind fast überall staubtrocken. Selbst der Fluss in Sives ist so flach, dass die Möwen und Enten das Wasser zu Fuß durchqueren können.

01.03.2020 Silves

Wir bleiben am Sonntag noch in Silves. Das Wetter ist etwas durchwachsen, und es nieselt zwischendurch mal. Aber immerhin ist es relativ warm. Der Platz ist geschottert, so dass sich auch keine Pfützen oder Schlamm bilden.

Wir gehen mit Sunny raus, Margot putzt ein wenig im Womo, ansonsten wird gelesen oder abgehangen. Muss und darf auch mal sein.

02.03.2020 Silves – Lagoa/Portimao (15 km)

Heute wollen wir weiter. In der Nähe von Portimao soll es einen neuen Platz geben, der relativ nah an der Altstadt liegt. Dort fahren wir hin. Als wir ankommen, ist dieser Platz gut gefüllt. Wir ergattern aber noch einen guten Platz am Zaun zum Staples-Parkplatz. Strom brauchen wir nicht, da heute wieder die Sonne scheint.

Wir machen uns auf den Weg zur Altstadt von Portimao und sind erstaunt. Sie sieht noch ganz nett aus, ein krasser Gegensatz zu den verbauten Stränden auf der anderen Flussseite. In einem netten italienischen Cafe am Wasser genehmigen wir uns mal einen Cappuchino, anschließend nehmen wir jeder noch ein Eis mit und machen uns auf den Rückweg. Unterwegs gehen wir noch kurz ins Lidl, der Supermarkt liegt fast genau gegenüber des Stellplatzes.

03.03.2020 Lagoa Portimao

04.03.2020 Lagoa/Portimao – Aivados (25 km)

Zunächst ist ein Platz bei Albufeira im Visier, da sich dort aber niemand meldet und wir per Mail erfahren, dass der Platz voll ist,

10.03.2020 vorläufiges Blog-Ende

Aus aktuellem Anlass beende ich momentan den Blog an dieser Stelle.

Wir sind ungeplant auf dem Heimweg. Wenn ich wieder zuhause bin, werden die Bilder und weiteren Texte nachgeliefert.

Bis denne

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