Unterwegs gen Süden 2019 Teil II – Spanien

Damit es übersichtlich bleibt teile ich den Bericht mal auf… Fotos sind in Arbeit 🙂

20.02.2019 – Saint Cyprien, Frankreich, nach Palamos, Spanien (Katalonien)

Die Nacht in S. Cyprien war ruhig. Am Morgen dann zunächst bedeckter Himmel, dann aber Sonne satt! Wie geplant fauhren wir die Küstenstraße zur Costa Brava. Es gab wunderschöne Aussichtspunkte, sehr viele Kurven und Steigungen, anschließend noch mehr Kurven und Gefälle. Alles in Allem aber gut fahrbar. Unsere Erinnerungen an die Fahrt vor etlichen Jahren mit unserem alten VW-LT nach Rosas kamen wieder hoch.

Diesmal fuhren wir aber ein Stück weiter in den Süden. Erste Station war die Ausgrabungsstätte Empuries bei L’Estrada. Allerdings haben wir uns die Grabungsfelder nur von aussen angeschaut. Bei einem Spaziergang auf der Strandpromenade konnte man das ganz gut sehen.

Unser Ziel war dann der Stellplatz in Palamos. Die Wohnmobile stehen an einem steilen Berg auf Terrassen. Wir fuhren ganz nach oben und hatten einen wunderschönen Blick über die Häuser auf das Mittelmeer. Hier blieben wir auch am nächsten Tag noch.

Abends war dann noch der sog. „Blutmond“ in voller Pracht über dem Meer zu sehen. Das Foto zeigt den Ausblick…

Der Blutmond über dem Meer.

21.02.2019 Palamos

Nach einer wieder ruhigen Nacht wurden wir vom Geschrei der Möven geweckt. Manche dieser Vögel schreien wie Katzen. Sie sind hier immer unterwegs.

Der Spar-Markt hatte noch geschlossen, so dass es keine frischen Brötchen gab. War aber zu verkraften. Nach dem Frühstück gingen wir bergab zum Discounter mit den vier blauen Buchstaben. Wir brauchten mal wieder Nachschub für den Kühlschrank. Sinniger Weise gibts hier die gleichen Dinge, wie bei uns in Deutschland. Auch ein wenig Frischfisch gab es dort, damit wurde unsere Gemüsepfanne zu Mittag vervollständigt.

Dann machten wir die Fahrräder fertig und fuhren in die Stadt und an den Strand. Das neue Rad läuft hervorragend. Also wurde beschlossen, nach dem Mittagessen auch den Hundeanhänger zu testen.

Mit Anhänger, Hund und den Rädern fuhren wir Richtung Stadt und STrand. nach ca. 5 km durfte/musste Sunny in den Anhänger. Zunächst gefiel ihr das nicht so gut, aber dann legte sie sich hin. Das I:SY zog den Anhänger absolut locker und ohne zusätzliche Anstrengung. Sogar den Berg zum Wohnmobil schaffte ich hinauf zu fahren. Toller Test!

Die Inverstition hat sich gelohnt. Der Anhänger ist um einiges leichter als der alte, und er ist wesentlich einfacher zusammen zu bauen.

P.S. Heute sind wir schon eine Woche unterwegs!

22.02.2019 Palamos – Montserrat – Lavern

Es sollte heute zum Montserrat gehen. Angeblich konnte man auf dem Busparkplatz stehen und bei Bedarf wurde auch die Übernachtung geduldet. Eine Zahnradbahn fur den Berg in knapp 15 Minuten hinauf (und auch wieder hinunter) .

Zuerst dachten wir, dass der Parkplatz der falsche war. Allerdings ging die Alternative steil Bergan zum Parkplatz direkt am Kloster. Dort -so hatten wir gelesen- würde das Parken für unseren Vogel 50€ kosten (weil schwerer als 3,5 to.). Das war uns dann doch zu viel, so dass wir umdrehten und nochmals den Busparkplatz ansteuerten. Kaum hatten wir eingeparkt kam ein Sicherheitsmann in gelber Weste (da war doch was in Frankreich…), so dass wir dachten, jetzt müssen wir doch hier weg.

Neee, nichts da, der nette Mann fragte uns (alles mit Händen und Füßen), ob wir übernachten wollten, oder nur auf den Berg und wieder weg. Wenn wir übernachten wollten, wäre das in Ordnung, wir sollten uns dann aber so hinstellen -er zeigte mir den Platz-, dass wir im Bereich der Überwachungskamera ständen. Das wäre dann sicherer für uns, da man das Wohnmobil im Blick hätte. Das fanden wir dann mal sowas von nett und freundlich… da können sich andere einige Scheiben von abschneiden.

Überhaupt haben wir hier in Spanien das Gefühl, dass sich alle bemühen, uns zu verstehen bzw. sich verständlich zu machen. das haben wir auch schon anders erlebt.

Oben machten wir einen Spaziergang um einen Teil des Klosterberges. Das Wetter war herrlich, aber im Schatten auch ein wenig frisch. Gut dass die Jacken dabei waren. Die Aussicht auf die Ebene war prima, wir konnten von oben fast unser Mobil erkennen, wenn da nicht eine Hecke vor gewesen wäre. Und voll war es oben. Etliche Busse hatten ihre Ladung ausgespuckt. Die vielen Menschen bevölkerten den Berg. Viele Asiaten darunter. Zum Glück verlief sich das Alles aber ziemlich. Nur gut, dass wir das WoMo unten gelassen hatten. Hier oben wäre definitiv kein Platz dafür mehr gewesen.

Das Kloster ist grandios, die Zahnradbahn spannend, wie sie sich den Berg hoch windet. Immerhin liegt das Kloster auf gut 700 Metern Höhe, der Parkplatz bei ca. 150 Metern.

Dann wurde es auch schon wieder Zeit, die Rückfahrt anzutreten. Unterwegs beschlossen wir dann aber, doch noch weiter zu fahren. Wir hatten einen Platz in Lavern ausgesucht. Kostenfrei und auf einem Weingut gelegen. Den steuerten wir an.

Der Winzer stellt Schaumwein, sog. „Cava“ her, der in der Flasche gärt. Er war sehr freundlich und liß uns einen Platz aussuchen. Wir nahmen hinter einem kleinen Hügel einen Platz ein, nebenan standnoch ein schwedisches Wohnmobil. Ver- und Entsorgung gab es nicht.

Im Dorf Lavern fanden wir eine Bäckerei, wo wir ein Brot erstehen konnten. Wir waren mal auf die Nacht gespannt, da das Weingut zwischen zwei Bahnlinien und der Autobahn lag.

23.02.2019 Lavern – Tarragona

Die Nacht war sehr unruhig, da die Auto- und Eisenbahnen schon einen gewissen Gräuschpegel produzierten, der nicht zu ignorieren war. Trotzdem kann man dort für eine Nacht gut stehen. Manchmal helfen eben dann die Ohrstöpsel.

Nach Tarragona fuhren wir, um uns die Stadt anzuschauen. An der Promenade gibt es einen Parkplatz, wo das Übernachten toleriert wird. So standen auch schon einige Mobile da, als wir dort ankamen. Wir ergatterten aber noch ein fast ebenes Plätzchen am Pinienwäldchen. Dort gurrten schon jetzt die Tauben unüberhörbar. Wir waren auf den nächsten Morgen gespannt.

Dann haben wir die Stadt erkundet. Um das historische Zentrum herum, wo auch viele Ausgrabungen aus der Römerzeit zu sehen waren, tummelten sich wieder Touristen, die dort an Führungen teilnahmen. Die Katedrale war gerade nicht zugänglich, Bauarbeiten. Also gingen wir aussen herum, erstanden frisches Obst und Gemüse auf dem Markt und gingen dann zurück zum Mobil. Anschließen furh Margot noch zum Supermarkt, da wir auch noch andere Lebensmittel brauchten.

Im Hafen lagen einige große Motor- und Segelyachten, die wir uns anschauten. Eine Motoryacht war über 50 Meter lang und konnte gechartert werden. Der Preis war astronomisch, zumindest für uns. Allein 13 Besatzungsmitglieder benötigte das Schiff.

Am nächsten Morgen waren es dann die Tauben, die uns geweckt haben. Also weiter mit Ohrenstöpseln noch ein wenig geträumt.

24.02.2019 Tarragona – Ebro-Delta

Nach dem Frühstück waren wir diesmal schon ziemlich früh unterwegs. Heute waren es nur knapp 100 km nach Südwesten. Dort, im Delta des Ebro-Flusses, gab es einen Stellplatz mitten im Norgendwo. In den Seen und drum herum gab es diverse Wasservögel, darunter auch Flamingos.

Das Delta umfasst eine Fläche von über 320 ²KM. Das ist enorm. Dort tummeln sich die Vogelliebhaber. Man erkennt sie u.A. an ihren zum Teil riesigen Teleobjektiven, hinter denen manchmal die Kamera fast verschwindet.

Der Platz war kostenlos. Lediglich für die Ver- und Entsorgung mussten 3€ bezahlt werden. Das war dann soweit in Ordnung. Wir bezogen einen schönen Eck-Platz mit Sicht nach hinten über die Heckfenster.

Wir unternahmen zunächst einen längeren Spaziergang mit Fernglas und Kamera. Aber die Flamingos waren zu weit entfernt. Selbst das Teleobjektiv der Panasonic, immerhin 300 mm Brennweite, kam da an die Grenze.

Anschließend machten wir die Räder und den Anhänger startklar und unternahmen eine Tour durch die Seenlandschaft. Eigentlich wollten wir bis zum Sandstrand fahren, das war uns dann aber doch zu weit.

Das sonnige Wetter trug dann dazu bei, dass wir uns noch eine Weile draussen aufhielten, bevor die kühle Abendluft uns in das geheizte Mobil trieb.

25.02.2019 Vom Ebro-Delta nach Grau de Castellon

Die Nacht war wieder sehr ruhig. Ohrstöpsel waren unnötig. Mit Sunny machten wir nochmal einen Gang zum See, wo die Flamingos wieder Futter suchten.

Dann beschlossen wir, Richtung Valencia zu fahren. In Grau de Castellon am Hafen gab es einen städtischen Stellplatz, der wieder kostenlos war, und selbst die Ver- und Entsorgung war gratis.

Wir spazierten in der Sonne am Strand, dort hatte natürlich Sunny ihren Spaß am und im Wasser. Dann gingen wir zum Supermarkt und schauten uns das Städtchen ein wenig an. So kamen wir auf unsere Bewegung unt konnten einigermaßen schlafen.

Das blaue Haus mit Kunst am Bau…

Die Nacht war aber etwas lauter als vorher, zum Teil war es das Rauschen der Wellen am Strand, zum Teil aber auch Geräusche des nahen Hafens.

Der Stellpaltz liegt keine 100 Meter entfernt vom feinsandigen, breiten Strand. Platz ist dort für ca. 30 Mobile. Zur Entsorgung gibt es sogar drei entsprechende Plätze. Der Wasserdruck ist aber sehr gering, so dass wir die Füllung des Wassertanks letztendlich abgebrochen haben. Wir fuhren dann weiter Richtung Valencia.

26.02.2019 Grau de Castellon nach Valencia

Der Weg nach Valencia war nur knapp 70 km weit. Wir fuhren den „Valencia Camper Park“ an, der ca. 14 km Nord-Westlich von Valencia liegt. Allerdings ist die nächste Metro-Station nur fünf Gehminuten entfernt. Eine Fahrt in die Stadt kostet nur 1,60 € pro Person und dauert knapp 25 Minuten. Eine gute Alternative also, um Valencia zu besuchen. Am Platz gab es eine 10er-Karte, die wir nutzen konnten. Fahrten, die nicht verbtaucht wurden, wurden zurück erstattet.

Der Platz kostet pro Nacht ab 10€, dabei sind Dusche, Toilettennutzung und Entsorgung, sowie gesichertes WiFi im Preis. Strom kostet extra, aber bei dem Wetter arbeitet unsere PV-Anlage zuverlässig, so dass wir unabhängig sind.

Nach einem ausgiebigen Spaziergang mit unserem Hund, haben wir dann einen Trip nach Valencia gemacht. Die Bauten dort sind schon beeindruckend, und die engen Gassen sind urig und schön. Die Metro brachte uns bequem und schnell hin und dann auch wieder zurück. Sunny freute sich, uns wieder zu haben.

27.02.2019 Noch in bzw. bei Valencia

Heute ist Waschtag! Frühmorgens schon kommt die Wäsche in die Maschine, und für 4,50€ nach einer Stunde auch sauber wieder raus. Der Wäscheständer steht angepflockt vor dem Auto, etwas weiter entfernt vom Weg.

Wärend die Wäsche trocknet, drehen wir wieder eine größere Hunderunde. Das ist zum Teil etwas nervig, weil überall in den Höfen und Gärten Hunde frei laufen und natürlich laut bellend ihren Job machen. Wir gehen ca. 2,5 km nach Bétera, einem kleinen Städtchen „nebenan“. Den Rückweg werden wir etwas anders wählen, mit weniger Wachhunden.

Nach dem Mittagessen entschließen wir uns, nach Beniferri zu fahren (mit der Metro), um dort im Mediamarkt nach einer SIM-Karte zu schauen. Wir kaufen eine von Simyo, reine Datenkarte, 10 GB für 12,50€. Leider passen wir nicht so ganz genau auf, letztendlich können wir die KArte nicht aktivieren, weil die Verkäuferin meine Email-Adresse falsch eingetragen hat. So kommt die Bestätigungsmail nicht ankommt.

Mit Hilfe von Googels Übersetzungsfunktion hat Margot dann eine Mail an Simyo geschrieben und das Problem erklärt. Hoffen wir mal, dass da eine entsprechende Rückmeldung kommt und wir die Karte noch nutzen können. Darüber ging der Abend dahin und wir sind jetzt gespannt auf morgen. Mal schauen, wohin der Weg uns führt.

28.02.2019 Von Valencia nach San Pedro del Pinatar – wieder an die Küste

Nach dem Frühstück V+E, Wasser 40l für 0,50€. Die Fahrt -ca. 230 km- ohne Probleme. Da gibt es einen Stellplatz am Strand, aber ohne Alles, auch ohne Geld :-). Sehr ruhig dort, aber das Wasser ist direkt nebenan. Sunny würde soooo gerne… 🙂

Abendessen im Restaurant, eine schöne Tappasplatte und Cerveza.

Die Simyo-Karte funktioniert noch nicht, aber wir sind guter Dinge, dass wir das in den Griff kriegen. Immerhin wissen wir jetzt, dass wir erst mal (nochmal?) was aufladen müssen.

01.03.2019 Von San Pedro nach Cartagena

Wieder eine schöne ruhige Nacht am Wasser. Morgens macht die Heizung Mucken und springt nicht an. Habe dann auf die Propan-Flasche umgeschaltet, dann ging es. Anschließend auch mit dem spanischen Autogas. Das Rädchen zum Einstellen der Temperatur ist abgebrochen. Auch das noch. Es gibt das zwar als Ersatzteil zu bestellen, aber davon haben wir jetzt nichts. Also wir improvisiert: Margot schnitzt ein Stäbchen aus einer Stange Heißkleber. Auf das Ende im Poti kommt ein Tröpfchen Kleber, fertig. Es funktioniert und sieht so aus:

Bei Gelegenheit müssen wir den Knopf mit der Achse bestellen

Wir fahren in Cartagena auf einen Platz an der Shell-Tankstelle. Dort steht man für 10€ relativ zentral. Nur knappe 2 Kilometer bis in die Stadt und ans Meer.

In der Stadt konnten wir in einem „Tabacco“ die Simyo-Karte aufladen, für 5€ gab es 2 GB. Aber nach Rückkehr ins WoMo und Kontrolle im Netz, hatten wir dann auch die 10GB aktiviert, die wir bei Mediamarkt erstanden haben. Jetzt wissen wir, wie es geht. Also jetzt erstmal 12 GB auch mit LTE 4G!

02.03.2019 Cartagena – Murcia

Heute wollen wir nach Murcia, einer ebenfalls historischen Stadt nicht ganz an der Küste. In Murcia, bzw. ein wenig außerhalb soll es einen großen Stellplatz bei IKEA geben, dazu dort ein riesiges Einkaufszentrum. Der Platz ist in der Tat sehr groß. Es passen sicherlich 100 Mobile dort hin, und das alles incl. Ver- und Entsorgung und kostenfrei. Im Einkaufszentrum gibts auch eine Decathlon-Filiale, die wir noch inspizieren werden.

Zunächst fahren wir aber mit den Rädern incl. Anhänger in die Stadt. Das ist nicht weit, ca. 8 km, daher gut machbar. Murcia ist eine lebhafte Stadt, die auch wieder eine schöne Altstadt hat. Natürlich auch eine Kathedrale.

Sunny kommt nach ca. 5 km in den Anhänger, damit es keine wunden Pfoten gibt.

Hier ein paar Bilder

Nach der Rückkehr gehen wir in das große Einkaufzentrum. Wirklich sehr imposant, riesig groß, und am Samstag Abend auch sehr gut besucht.

03.03.2019 Von Murcia in Richtung Almera, genauer, nach Vera

Nach einer erstaunlich ruhigen Nacht nutzten wir nach dem Frühstück die kostenlose Ver- und Entsorgung.

Dann haben wir recherchiert, wo es evtl. eine Reparaturmöglichkeit für die ALDE-Heizung gibt, da diese unabhängig von der Gassorte spinnt.

Wir entschlossen uns dann, zum Camperpark „Oasis al Mar“ in Vera zu fahren. Der Ort liegt nur wenig von der Küste entfernt einige Kilometer vor Almeria. Das Betreiberpaar sind Deutsche, so dass wir hoffen, mit ihnen unser Problem besprechen und einen Tipp bekommen zu können.

Die Strecke war ca. 120 km lang und zunächst lief es richtig gut.

Dann aber, an einer langen Steigung verlor der Motor wieder Mal massiv an Leistung, ging aber nicht aus, sondern lief im Notlaufmodus weiter. Max. 60 km/h auf der Schnellstraße an einer Steigung… Ein Alptraum! Wir kamen aber bis zu unserer Abfahrt, konnten dann rechts ran fahren und den Motor neu starten. Danach lief er wieder, als sei nichts gewesen. Das Ganze erinnerte mich sehr an das Problem mit dem Luftmassenmesser beim Karmann. Auch der lief danach wieder wie sonst, aber im Fehlerspeicher war das Problem auszulesen.

Auf dem Stellplatz fragten wir dann also auch nach einer Mercedes-Werkstatt, die auch Transporter können. Und – oh Wunder – in knapp 5 km Entfernung in Vera gab‘s das. Also morgen da hin!

04.03.2019 Vera – El Ejido (bei Almerimar)

Heute morgen haben wir mal fast bis 9.00 Uhr geschlafen. Wir hatten gerade noch Zeit, den Bäcker zu erwischen.

Mit frischem Baguette wird gefrühstückt. Danach telefoniere ich mit meiner Werkstatt, und lasse mir einige Möglichkeiten aufzeigen, wo das Problem liegen könnte. Auch die von Margot recherchierte Problematik mit den Kabeln für die Unterdruckdose wurde als mögliche Ursache bestätigt.

Bevor wir also zu Mercedes fuhren haben wir daher dort noch nachgeschaut. Dazu wurde mal wieder der rechte Scheinwerfer ausgebaut, das Horn auch noch, und dann wurde den Kabeln etwas mehr Platz gegeben.

Danach fuhren wir in die Werkstatt. Dort wurden wir freundlich empfangen, konnten mithilfe unserer übersetzten Fachbegriffe und mit englischer Sprache unser Problem deutlich machen.

Letztlich wurde der Fehlerspeicher ausgelesen, hatte aber wohl keine aktuellen Fehler vermerkt.

Der KD-Meister meinte, wenn wir das genauer untersuchen lassen wollten, brauchen sie mehr Zeit, da z.B. der Turbolader geprüft werden müsste. Wir könnten aber auch erstmal weiter fahren und schauen, ob der Motor läuft, oder nicht. Im Zweifelsfall muss das Auto dann nochmal in eine Werkstatt zur genaueren Diagnose.

Also fuhren wir weiter. In dem Camping-Bedarf hatte man kein Ersatzteil für den Bedienknopf parat, das war aber zu erwarten und nicht weiter schlimm.

Der angepeilte Stellplatz in El Ejido ist direkt im Hafen des Ortes und schon oder noch recht voll. Wir haben aber einen Platz ergattern können, sogar mit Aussicht in den hafenbereich. Dann mussten wir uns beim Hafenmeister anmelden.

Im Preis von 10,-€ waren Ver- und Entsorgung und die Duschen inbegriffen. Dafür gab es zwei Schlüssel gegen Pfand.

Abends dann ein schöner Sonnenuntergang, nach dem es merklich kühler wurde. Aber komischer Weise lief die Heizung ohne Aussetzer. Der kam dann am nächsten Morgen. Nach einer Weile ging sie aber wieder an… Na ja, irgendwas wird es sein.

05.03.2019 Von El Ejido nach Malaga zum Stellplatz „Area Malaga Beach“

Am Hafen haben wir gut geschlafen. Nach einiger Überlegung, wohin es weiter gehen sollte – im Gespräch war Granada und die Alhambra, da wurde uns aber gesagt, dass es dort kalt ist und das Wetter schlechter wird.

Also fahren wir doch weiter an der Küste entlang Richtung Gibraltar. Wir entscheiden uns für den Stellplatz kurz vor Malaga. Unterwegs ging es durch einige Tunnel, und auch so war das eine schöne Strecke. Allerdings hatten wir den Eindruck, dass der ganze Süden Spaniens in dieser Ecke unter weissen Planen verschwindet. Scheinbar ist hier ein riesiges Anbaugebiet für Gemüse und Obst.

Dort angekommen drehen wir zunächst noch eine Ehrenrunde, um in die Einfahrt zu kommen. Die Zufahrt ist nämlich schlecht im Netz beschrieben. Angekommen bekommen wir noch einen Platz ohne Strom für wieder 10,-€. Da die Straße in der Nähe ist, wird es sicher nicht so ruhig, wie letzte Nacht. Warten wir mal ab.

06. 03.2019 noch bei Malaga

Die Nacht war erstaunlich ruhig. Da es mal wieder nötig war, legten wir einen „Waschtag“ ein. Das Wetter war durchwachsen, so dass der Trockner auch noch Arbeit bekam. Der Rest kam auf einen Wäscheständer, der kostenlos auszuleihen war. Das Wetter war durchwachsen, und es sollte auch noch etwas regnen.

Margot fuhr dann mit dem Rad nach Malaga, ich passte auf Hund und Wäsche auf. Am Strand wurde Sunny mit einem Ball bespaßt. Allerdings lief sie in einem unbeobachteten Moment dann natürlich ins Wasser.

Also direkt an die kurze Leine, so dass sie sich nicht wälzen konnte und ab zum Mobil zum trocken legen. Zum Mittag gab es Gyrossuppe aus der Dose und gebratene Weißbrotscheiben.

Margot schaffte es noch so gerade vor dem Regen und rechtzeitig zum Essen wieder zum Platz zurück.

07.03.2019 Verlängerung vor Malaga

Da ich in der Nacht von Bauchgrimmen heimgesucht wurde, beschlossen wir, noch eine Nacht zu bleiben, wechselten aber den Platz, so dass wir an den Strom anschließen konnten.

Dadurch konnten wir die Fahrrad-Akkus und alle anderen Akku-geräte wieder aufladen, ebenso den Akku des Mobils, da dieser bei ca. 50% angekommen war.

Das Wetter war wieder sonnig und warm mit blauem Himmel.

Daher gabs noch eine Maschine mit Bettwäsche, die dann in Rekordzeit in der Sonne trocknete.

Mir ging es auch wieder besser.

Sicherheitshalber kauften wir uns im Supermarkt eine 8-Liter-Flasche Wasser, welches wir nun zum Trinken nutzen wollten, incl. Einer kleinen Aufsteck-Handpumpe. Das Wasser aus dem Tank werden wir nur noch abgekocht, oder maximal zum Zähneputzen und Duschen bzw. für die Toilettenspülung benutzen. Ich denke, gelegentlich wird dann auch der Filter zum Einsatz kommen.

08.03.2019 Malaga – Sevilla

Wieder eine ruhige Nacht gehabt. Die Routenplanung geht zunächst Richtung Jerez de Frontera, auf dem Weg liegt aber auch Sevilla. Also wurde wieder mal umdisponiert. Der Stellplatz vor Sevilla lag auf dem Parkplatz einer Autofirma. Nix Dolles, aber incl. V+E, Duschen und Toiletten. Die Toiletten und Duschen waren die selben, wie die für die Mitarbeiter. Nutzung nur ab 20.00 Uhr bis 07.00 Uhr. Sehr rustikal, aber sauber.

Wir packten also die Räder und Sunnys Anhänger aus und fuhren ca. 4 km nach Sevilla in die Innenstadt. Der Verkehr war enorm, gut dass es Rad- und breite Gehwege gab. Es wurde immer gehupt, die Überwege an den Kreuzungen verstopft und so weiter. Das forderte unentwegte Aufmeksamkeit. Sunny kam also auch relativ schnell in den Anhänger, das war einfacher, als sie am Rad zu haben.

Die Bauten, Schlösser und Kirchen waren wirklich sehr eindrucksvoll, und wir machten etliche Fotos. Leider ist es mit Hund nicht möglich, die Bauten von Innen zu besichtigen. Also alles nur von aussen. War aber auch ok!

Nachdem wir uns die Stadt angeschaut hatten fuhren wir zurück. Direkt an der Einfahrt zum Platz fanden wir den bekannten Discounter mit den blauen 4 Buchstaben und nutzten die Gelegenheit, unsere Vorräte aufzufüllen. Mit den Fahrrädern kein Problem.

09.03.2019 Sevilla – Isla Christina (genauer Pozo del Camino) bei Huelva

Nur knapp 15 km trennen den nächsten Platz von der portugisischen Grenze. Also fuhren wir dort hin. Die Koordinaten von park4night stimmten nicht, aber wir fanden den Platz trotzdem.

Der Eigentümer, Francisco, empfing uns sehr herzlich. Wir konnten uns einen Stellplatz aussuchen. So standen wir letztlich in der zweiten Reihe, aber mit Aussicht auf das angrenzende Naturschutzgebiet.

Francisco versorgte uns auch mit Prospektmaterial über die Attraktionen der Umgebung. Er hat den Platz erst im letzten Jahr im Oktober eröffnet. Alles ist sehr gut eingerichtet. Vom Empfang, über die Ver- und Entsorgungseinheiten, die Duschen und Toiletten… Es gab nichts zu meckern.

Anschließend entschlossen wir uns zu einem Spaziergang in das kleine Städtchen.

Die dortige Spezialität ist Atun (Thunfisch), der dort vor der Küste gefangen wird.

Außerdem gibt es dort einen riesigen Sandstrand, den wir auch besuchten und dort dann auch Sunny mal wieder „gewässert“ haben. Sie hat es genossen und sich danach immer wieder gewälzt. Das muss man gesehen haben…

nach der Rückkehr wurde Sunny gesäubert und wir verbrachten einen ruhigen Abend. Noch funktioniert die Sat-Anlage. Mal schauen, wie das ist, wenn wir an der Algarve sind.


10.03.2019 Noch ein Tag bei Isla Christina

Die Nacht war wieder ruhig, so dass wir erholt aufgewacht sind. Wieder die Sonne im Fenster, den blauen Himmel über der Dachluke.

Heute wollten wir noch einmal mit den Rädern ins Städtchen. Das war dann doch weniger mühsam, als die Lauferei. Sunny kam zwischendurch in den Anhänger, und alles war gut.

Nun wollten wir doch mal die Gastronomie und den Thunfisch testen.

Bei einem Restaurant in der Innenstadt setzten wir uns an einen Tisch in der Gasse, da Hunde nicht mit ins Lokal dürfen. Fahrräder und Anhänger waren zentral abgestellt, so dass wir das Lokal beim Bummel entdeckten.

Es gab „Barriga do Atun“, das heisst übersetzt „Bauch vom Thunfisch“, ein schönes Stück, wie sich herausstellte vom Grill und lediglich mit etwas grobem Salz gewürzt. Herrlich! Dazu nur Tomate mit Olivenöl und frittierte Kartoffelspalten. Das Beste aber war der Preis: Ganze 8,-€ hat das pro person gekostet. Ind das alkoholfreie Bier kann man auch hier gut trinken.

Am Nachmittag habe ich dann den Platz-Eigentümer angesprochen, ob ich den Platz für den Bordatlas aufnehmen darf. Er sagte sehr erfreut zu, nachdem ich ihm erklärt hatte, dass ihn das nichts kosten würde. Ich machte einige Fotos vom Platz und den Einrichtungen, und wollte dann auch noch Luftaufnahmen machen. Dann wurde es aber zu schnell dunkel, oder ich hatte zu lange getrödelt. Na gut, wurden die Aufnahmen auf den nächsten Tag verschoben.

Neue Fotos kommen noch. versprochen!

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